NATURA-Hof

Forschung

Foschung und wissenschaftliche Arbeit

Ein neuer Bereich in dem die Akademie ihren Beitrag zur fachlichen Verbesserung der Anwendung von zum Beispiel Homöopathika bei schweren Pathologien leistet, ist die Beschäftigung und Erforschung der Literatur früherer großer Homöopathen.
Ganz unter dem Motto: Wir müssen erst mal so gut werden, wie diese waren!

Hierfür hat Michael Leisten mit seiner Übersetzungsarbeit des Neuralgie-Buches von J. C. Burnett einen Anfang gemacht. Dieses Buch ist 2008 im Laub Verlag erschienen. So nach und nach werden die Lücken, der in Deutsch zur Verfügung stehenden Therapie-Literatur, dieses großen Homöopathen geschlossen. Auch sind einzelne Projekte rund um Burnett in Arbeit. Hier geht es darum, zeitgemäße Konzeptionen und Strategien für die erfolgreiche homöopathische Behandlung schwerer und schwerster Erkrankungen zu erstellen.
Als nächstes Burnett-Projekt wird "On Fistula and its radical Cure by Medizines" übersetzt.
Desweiteren wird durch synoptisches Forschen an den einzelnen Ausgaben des Organons - von der ersten bis zu sechsten Auflage - gerade die Entwicklung Samuel Hahnemanns rund um Potenz und Dosierung sowie Doppelmitteln und anderen therapeutischen Fragen des Praxisalltags nachgegangen. Auch hier gilt wieder: "Macht es nach, aber genau nach". Ja, aber was und zu welcher Schaffenszeit Hahnemanns?

Mit der Kunst der Findung des richtigen Homöopathikas (Similimum) ist die homöopathische Arzneimitteltherapie noch nicht abgeschlossen. Die entsprechende Potenz des Arzneimittels, wie auch die Festlegung der Gabenwiederholung machen den gelungenen Heilungsvorgang aus.

Generationen von Homöopathen haben darum gestritten. Ob D-, C-, oder LM-Potenz, dies ist nicht eine Frage, welche Vorliebe, sondern auch eine Frage, welche Ausgabe des Organons man studiert und zur Grundlage seines therapeutischen Tuns erhoben hat.

J.T. Kent kannte zum Beispiel die fünfte Auflage des Organons nicht und somit auch nicht die LM-Potzenzen, d.h. aber auch, dass all seine Hinweise und Einnahmeanweisungen lediglich für den C-Potenz-Einsatz galten und gelten.

Solche und andere Kenntnisse sorgen dafür, dass Grabenkämpfe in der Homöopathenschaft aufhören und auf fachlichen Boden gestellt werden können und müssen - dazu wollen wir mit unserer Forschungsarbeit beitragen.

Ein weiterer Forschungsbereich ist die Miasmentheorie von Samuel Hahnemann
Die Heilung von chronischen Krankheiten war aber schon immer Hahnemanns Hauptziel. Diesem ein großes Ziel nähergekommen, wähnte er sich durch die Erkenntnisse, die er bei der intensiven Beschäftigung mit der chronischen Krankheit Syphilis und deren Heilung mit Mercurius gewonnen hatte. Sein Verständnis der Syphilis hat seine Theorie der chronischen Krankheiten entscheidend geprägt. Doch es mussten noch mehrer Stufen bis zur Vollendung seiner Miasmatik Syphilis, Sykose und Psora genommen werden.
Historie:
Der Begriff Miasma mit seiner Wurzel und seiner Bedeutung Miasma [griechisch »Verunreinigung«, »Besudelung «] das, historische Bezeichnung belebter oder unbelebter Krankheitsstoffe. Die Miasmentheorie beschreibt die bis zur Ära der Bakteriologie vorherrschende Auffassung, dass epidemische Krankheiten durch schlechte Ausdünstungen des Bodens, des Wassers und der Sümpfe ausgingen oder durch krankmachende Bestandteile der Luft verursacht werden.
Miasmatik?
Immer neue Veröffentlichungen und neue Miasmatiken lassen diese Anfrage entstehen. Ist die Miasmenlehre ein theoretisches Konstrukt, welches manchmal sogar zu Abweichungen vom Ähnlichkeitsgesetz der Symptome verleitet oder vielmehr eine praktische Notwendigkeit, ohne die wirkliche und dauerhafte Heilung gerade schwerer Pathologien undenkbar sind?
Zwischen diesen Extremen Positionen bewegt sich der Diskurs von Anhängern und Gegnern – heute wie zu Zeiten Hahnemanns. Während sich die Lehre der Miasmen seit Samuel Hahnemann erst entwickeln musste und manchmal mehr Fragen aufwarf als Antworten gab, ist in der gegenwärtigen Zeit die Neigung zu theoretischen und philosophischen Ausführungen der Miasmatik zu beobachten, deren praktische Relevanz im Alltageiner Klassisch-homöopathischen Praxis noch lange nicht belegt ist. Dies hat uns in der Forschungsabteilung der Akademie bewogen, mit der Orientierung an der Praxis eine eigene Bestandsaufnahme und Reflexion der Miasmatik durchzuführen. Dies schlägt sich unter anderem in folgenden drei Artikeln nieder, die in der Comed - Fachzeitschrift für complementäre Medizin -, in den nächstenMonaten dort erscheinen werden und auf unserer Akademie-Homepage als PDF-Datei heruntergeladen werdenkönnen. Sie sind für den kollegialen Disput gedacht. Darüber hinaus wird von Roland Methner an einem wissenschaftlich, kritischen Buch zu den Miasmen gearbeitet, das nächstes Jahr Buchhandel erscheinen wird. Erste Ergebnisse dieser Arbeit liegen in einem Artikel von Roland Methner „Miasmen - zwischen Wahn und Realität“ vor, der ebenfalls als Download auf der Homepage www.homoepathiehof.de zu finden ist.

 

Darüberhinaus finden Sie hier weitere Informationen aus den Fachgebieten der Forschung. Diese Beiträhge entstammen nicht direkt aus der Akademie. Daher haben wir auf deren Inhalt keinen Einfluß, d. h. sie spiegeln nicht unmittelbar unser Meinung wider.