NATURA-Hof

Bildungskonzept

Bildungskonzept für die Aus- und Weiterbildung in unserer Akademie
- Die pädagogische Grundlage unserer medizinischen Bildungsarbeit-

Das Verständnis von Medizin-Bildung aus unserer Sicht lässt sich wie folgt definieren:
Therapeut werden ist interaktives Geschehen, ein Miteinander von Lernen, Lehren, Wissen und Erkenntnis. Es gilt in den Fächern Systematik, Kasuistik, Materia Medica - Studium gesundheitsbezogene Fähigkeiten zu wecken und Können zu fördern. Darüberhinaus soll aber auch ein Wertebewusstsein angelegt werden, Einstellungen bewusstgemacht oder gar erweitert werden können. Ein reflektiertes und autonomes Handeln und Tun soll angeregt werden und letztlich eine positive Antwort auf die Frage des Sinns meines Tuns als Therapeut und Mediziner gesucht werden können.

Medizin-Bildung umfasst den ganzen Menschen in seinem Denken, Fühlen und Handeln. Die Förderung und Entwicklung des Menschen zu einem erfolgreichen, geglückten und gesegneten Leben in und für die Gesellschaft ist unser Anliegen auch und gerade in den therapeutischen Ausbildungen und Fachstudiengängen. So trägt gerade die "Komplämentäre Medizin" mit ihren ganzheitlch wirkenden Medikamenten und Therapien dazu bei, das Menschen wieder in ihre Mitte kommen.

Unsere Angebote sind gekennzeichnet durch Offenheit, Weite und eine reiche Vielfalt,
in denen sich die Fülle menschlichen Lebens widerspiegelt. Dem liegt die Einzigartigkeit eines jeden Lebewesens zugrunde. So gilt es bei uns nicht eine Tradition, Richtung oder Lebens- oder Glaubensweise zu lehren, sondern ein Verständnis für die unterschiedlichen Ansätze anzulegen um dann im Praxisalltag bewußt und reflektiert zu entscheiden, was dieser Mensch in seiner individuellen Krankheit benötigt. Wir verstehen sowohl den Menschen als auch die unterschiedlichen Therapiesysteme als lebenslang lern- veränderungs- und entwicklungsfähig.

Dies schlägt sich in unserem Veranstaltungs- und Vorlesungsbetrieb wie folgt nieder:
Wir haben ein Verständnis von Partnerschaft. Lehrende sind zugleich auch Lernende und umgekehrt, ohne das dabei die unterschiedlichen Rollen und Aufgaben verwischt oder vermischt werden sollen.
Therapeut und Mediziner ist mehr eine Berufung, als ein Beruf.
Eine Atmosphäre der Begeisterung und Authentizität soll sich entwickeln. Wenn jemand der einer Arbeit nachgeht eine / seine Berufung findet oder eine Persönlichkeit auffallend für alle zu einem freien, autonomen und selbstsicheren Wesen wandelt stellt sich Begeisterung ein, sowohl bei den Dozenten, Referenten als auch bei den Teilnehmern, und Betroffenen. Dies soll in trägfähigen und ehrlichen pädagogischen oder therapeutischen Prozessen unterstützt und begleitet werden.
Es geht darum eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Einzelnen gestärkt, gefördert, zur eigenen Urteilsfindung ermutigt und zum erfolgreich sein und zufrieden sein angeregt und motiviert werden.

Der ganzheitliche Ansatz unseres Lehr- u. Bildungsverständnisses verpflichtet uns nicht nur dem Denken, sondern auch dem Fühlen und Handeln von Menschen anzunehmen. Nach unserem Verständnis zeichnet sich ein gebildeter Mensch nicht nur durch Wissen und Erkenntnis, sondern auch durch Sensibilität und Gespür für die eigenen Emotionen und den eigenen Körper, aber auch für die Empfindungen seiner Mitmenschen aus.

Partnerschaftliche Bildung wie wir sie verstehen berücksichtigt ach die Gender- Thematik. So nehmen wir die Geschlechterinteressen wahr und versuchen den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, als auch Hilfe für ein gelingendes Miteinander beider Geschlechter zu fördern.

Erfurcht vor dem Leben im Sinne von Albert Schweitzer und Franz von Assisi ist auch ein wichtiger Aspekt unserer Ethik. Nicht zu letzt deshalb haben wir mit den Fachabteilungen Veterinär und Botanik dem Rechnung getragen. Dort beschäftigen wir uns mit der Anwendung der komplementären Medizin bei Tier und Pflanze. Die Ehrfurcht vor dem Leben zieht sich als stetes Handlungskriterium durch unsere Bildungsarbeit und ist unsere zentraler Gedanke in den Bereichen Krankheit, Medizinethik - so werden z. B. Homöopathika und ihr Wirkbereich nicht durch Tierversuch herausgearbeitet.

Aus der eigenen Quelle sich speisende Unbekümmertheit, Ausgelassenheit und Lebensfreude ist ebenfalls ein wichtiges Ziel. Spaß, Spiel, Lust, Freude, Hoffnung, Träume und Visionen sollen Ihren Raum und ihre Entfaltungsmöglichkeit bekommen.
So gibt es immer wieder Aktivitäten, wie der Homöopathie-Hof bewegt sich, wo wir mit Familienangehörigen den Steigerwald erwandern und miteinander Freizeit verbringt.

Starksein, Gewinnen, Erfolg und Wohlstand sind positive Aspekte des Lebens, die auch bei uns einen wichtigen Raum und Platz einnehmen, aber eben auch der Umgang mit Kranksein, Sterben, von Misslingen, von Schuldigwerden und Scheitern darf uns muss vorkommen, sowohl durch die Liveanamnesen, als auch die Fächer Patientencoaching und Patientenführung.

Heilkunde ist zum Beispiel bei Samuel Hahnemann mehr als ein Weg, Krankheit zu heilen oder zu lindern; sie wird in einem größeren Zusammenhang als an Gott angebunden verstanden und dann als göttliche Heilkunde bezeichnet. Der Homöopath wird somit als Stellvertreter von Gottes Heilswirken auf Erden verstanden. Helfend und heilend tätig sein ist für Samuel Hahnemann eine religiöse Handlung. Letztlich ist uns auch die Frage nach der Transzendenz wichtig, d. h. nach dem Leben hinter dem Leben. In diesem Sinne wollen wir anregen das der Heilungsprozess der durch die Klassisch-homöopathischen Medikamente und der Betreuung durch den Homöopathen immer auch eine Persönlichkeitsentwicklung mitimpliziert und danach auch geistliche Reifung ermöglicht auf dem Weg nach einem gelingenden und sinnerfüllten Leben für sich selbst und für die anderen.